388th Auction
20 & 23–28 March 2026 in Wiesbaden
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Pages
Korbdeckel 50 Mrd. M. durchstochen, senkrechtes Paar 20 Mrd. M. gezähnt und Einzelmarke 10 Mrd. M. gezähnt je mit Stempel “CHARLOTTENBURG 30.11.23” als tarifgerechte Frankatur auf R-Brief bis 20 g nach Stockholm. Der Umschlag mit Beförderungsspuren und die Marken zum Teil leicht verfärbt, die 50 Mrd. M.-Marke mit gutem Durchstich und kleiner Eckzahnkerbe, ansonsten in guter Erhaltung. Eine seltene November-Verwendung der 50 Mrd. M. durchstochen, Fotoattest Tworek BPP (2020)
1920, Aufdruckausgabe 2,50 M. auf 2 M. dunkelkarminbraun, farbfrisch und gut gezähnt, sauber gestempelt. Fotoattest Weinbuch BPP (2015)
Condition
0Catalogue no.155IIbWOR
1921, Germania 3 M. auf 1¼ M. karminrot/dunkelkarminlila mit stumpfem Aufdruck, Walzendruck-Oberrandstück mit der Konfiguration “0'6'0 / 1'5'1”, postfrisch, in tadelloser Erhaltung. Ein sehr schönes Exemplar dieser seltenen Farbvariante mit Oberrand, unsigniert mit Fotoattest Oechsner BPP (2005)
“Erfurter Andruck” 10 Mrd., waagerechtes Randpaar 5 Mrd. auf 4 Mio. M. und Viererblock 5 Mrd. auf 10 Mio. M. gezähnt je mit Stempel “ERFURT 30.11.23” als tarifgerechte Frankatur auf R-Brief nach Berlin mit Ankunftsstempel, in einwandfreier Erhaltung. Die Verwendung des “Erfurter Andrucks” auf Brief ist sehr selten, sign. Infla Berlin und Peschl BPP mit Fotoattest (1977)
Korbdeckel 20 Mrd. gezähnt im senkrechten Paar und zwei senkrechte Paare 2 Mrd. M. gezähnt je mit Rohrpost-Stempel “BERLIN SW61 22.11.23. 8.50” als tarifgerechte Frankatur auf Rohrpostkarte nach Berlin-Tempelhof mit vorderseitigem Ankunftsstempel. Zwei Marken durch Randklebung mit Zahnfehlern, ansonsten in guter Erhaltung. Eine seltene Verwendung aus der Hochinflation, der 48 Milliarden-Tarif war nur 6 Tage möglich
10 Mrd. auf 50 Mio. M. durchstochen mit Stempel “FALKENSTEIN (Kr. Schönau, Katzbach) 21.11.23” als tarifgerechte Einzelfrankatur auf Postkarte nach Schönau, in einwandfreier Erhaltung. Eine seltene Einzelfrankatur aus der OPD Breslau, Fotoattest Oechsner BPP (2010)
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt im waagerechten Paar und senkrechtes Paar 20 Mrd. M. gezähnt je mit Stempel “MÜHLBACH 24.11.23” als tarifgerechte Frankatur auf Paketkarte für ein 5 kg schweres Paket nach Erfurt. Die Paketkarte und die Marken sind in einwandfreier Erhaltung. Eine interessante und frühe Verwendung der 50 Mrd. M., sign. Infla Berlin und Peschl
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt im waagerechten Paar mit Stempel “HAMBURG 28.11.23” als tarifgerechte Mehrfachfrankatur auf R-Brief bis 20 g via “FRANKFURT B.P.A.19 Auslandsstelle a 29.11.23” nach Zürich mit Ankunftsstempel. Der Umschlag und die Marken leicht unfrisch, die linke Marke mit winzigem Eckzahnfehler, ansonsten in guter Erhaltung. Trotz der kleinen Einschränkungen eine außergewöhnlich seltene Mehrfachfrankatur dieser Marke aus November 1923, die bisher in nur ganz wenigen Exemplaren bekannt ist, Bleistiftsignatur
Condition
3Catalogue no.223Y
1922, Ziffer im Queroval 500 M. mit liegendem Wasserzeichen, entwertet mit nicht zeitgerechtem Stempel. Die farbfrische Marke ist gut gezähnt und in einwandfreier Erhaltung. Bisher ist kein weiteres Exemplar registriert, eine der großen Seltenheiten aus der Inflationszeit, signiert Burnleit Infla, W und Monogrammstempel sowie Fotoattest Oechsner BPP (2009) und Weinbuch BPP (2018)
Provenienz: Peter Zgonc (24. Andreas Schlegel-Auktion, 2019)
Korbdeckel 50 Mrd. M. durchstochen mit Stempel “BERLIN 30.11.12” auf überfrankiertem R-Ortsbrief über 100 g mit Ankunftsstempel. Der Umschlag links mit senkrechten Faltungen, die Marke mit gutem Durchstich ist in einwandfreier Erhaltung. Trotz der Überfrankatur in Höhe von 10 Milliarden Mark eine äußerst seltene Verwendung dieser Marke im November 1923, drei Monogramme als Signaturen
Condition
6Catalogue no.277-312
1923, Aufdruck-Ausgaben der Hochinflation komplett mit 36 verschiedenen Werten inkl. 800 Tausend auf 500 M. je mit Stempel “BERLIN W81 *b 15.10.23” auf überfrankiertem Wertbrief im Ortsverkehr mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit senkrechter Faltung und Randspuren, die Marken fast alle mit zentrischer Entwertung und bis auf ganz wenige Eckzahnbüge durchgehend in einwandfreier Erhaltung, Fotoattest Oechsner BPP (2010)
Hitler-Provisorium 1 Mrd. auf 100 M. violettpurpur, gestempelt, tadellos, sign. Infla und Peschl, Fotoattest Tworek BPP (2003)
Condition
0Catalogue no.152Y
1920, Germania 2 M. dunkellilarot/gruultramarin mit Wasserzeichen Kreuzblütten (amtlich Vierpass-Wasserzeichen). Die farbfrische Marke ist in einwandfreier Erhaltung. Neben den bekannten gestempelten Marken mit diesem Wasserzeichen ist postfrisch bisher kein weiteres Exemplar registriert. Eine der ganz großen Wasserzeichen-Abarten aus der Inflationszeit und in dieser Art ein Unikat, unsigniert mit Fotoattest Weinbuch BPP (2015)
1923, 10 Mia. auf 20 Mio.M. durchstochen, OPD München, Plattendruck mit zwei dünnen Balken, im kpl. Bogen, Platte “33/5/-” und HAN “H 5888.23”, postfrisch bzw. einige Marken mit winzigen Papieranhaftungen, einwandfrei, selten
Korbdeckel 50 Mrd. M., 20 Mrd. M. und 10 Mrd. M. gezähnt je mit Stempel “OLDENBURG 23.11.23” als tarifgerechte Frankatur auf R-Eilboten-Bankenbrief nach Berlin mit Ankunftsstempel. Der Umschlag ist dreiseitig geöffnet und hat Beförderungsspuren, die Marken sind in einwandfreier Erhaltung. Eine dekorative und frühe Verwendung der 50 Mrd. M. gezähnt, sign. Infla Berlin mit zwei Monogrammen sowie Fotoattest Oechsner BPP (2000)
Pflüger 20 M. mit kopfstehendem Unterdruck, sauber gestempelt. Einwandfrei. Fotoattest Weinbuch BPP (2004)
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt, zwei senkrechte Paare und senkrechtes Paar 20 Mrd. M. gezähnt je mit Stempel “KEHL 23.11.23” als tarifgerechte Frankatur auf Eilboten-Brief bis 20 g nach Zürich mit Ankunftsstempel “TELEGRAPH ZÜRICH 24.XI.23”. Der Firmenvordruckbrief und die Marken sind in einwandfreier Erhaltung. Eine dekorative und sehr frühe Verwendung der 50 Mrd. M. gezähnt, in Verbindung mit der Portostufe sehr selten
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt mit Stempel “MUENCHEN 2 B.P. 29.NOV.23” als tarifgerechte Einzelfrankatur auf Eilboten-Karte mit L1 “Aus dem Briefkasten an den Direktor des Stadttheaters Dr. Kronacher in Leipzig mit vorderseitigem Ankunftsstempel. Rückseitig mit interessantem Text mit der Bitte um Verschiebung der Uraufführung des Drama ”Baal" mit eigenhändiger Unterschrift “Bert (Bertolt) Brecht”. Die Karte mit senkrechtem Bug rechts neben der Karte, die Marke ist in einwandfreier Erhaltung. Eine der ganz seltenen Einzelfrankaturen der 50 Mrd. M. aus November 1923 und in Verbindung mit dem interessanten Text und der Unterschrift von Bertolt Brecht ein zeit- und literaturgeschichtliches Dokument, Fotoattest Winkler BPP (2006)
Notiz: Trotz der Bitte von Bertolt Brecht um Verschiebung war die Uraufführung des Dramas “Baal” am 8.12.1923 unter der Regie von Alwin Kronacher im Alten Theater in Leipzig. Die Uraufführung löste einen großen Skandal aus, wegen Tumulten im Publikum wurde das Stück sofort abgesetzt.
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt, 20 Mrd. M. durchstochen und zwei Einzelmarken 5 Mrd. M. gezähnt je mit Stempel “WALTERSHAUSEN 29.11.23” als tarifgerechte Frankatur auf R-Eilboten-Brief bis 20 g nach Hannover mit Ankunftsstempel. Der Umschlag ist oben leicht verkürzt, die Marken sind in einwandfreier Erhaltung, ein schöner Brief aus dem Bedarf. Interessante Verwendung der 50 Mrd.-Marke aus der letzten November-Portoperiode
1920, Bayern Abschied 20 Pfg. mit Plattenfehler “senkrechter weißer Strich vom Ellbogen bis zum Unterrand”, gestempelt, in einwandfreier Erhaltung, sign. Infla Berlin und Bechtold BPP sowie Fotobefund Weinbuch BPP (2011)
1921, Germania Aufdruck 1,60 M. 5 Pfg. dunkelbraun, matter Aufdruck, farbfrisch und gut gezähnt, sauber gestempelt. Fotoattest Dr. Oechsner BPP (1998)
Bayern-Abschied 3-20 M. mit Aufdrucktype II kpl. sauber gestempelt bzw. auf Briefstück, in einwandfreier Erhaltung, sign. Weinbuch BPP bzw. mit drei Kurzbefunden und ein Fotoattest (2011)
1930, Südamerikafahrt 4 RM. schwarzbraun mit seltener Abart "BLITZ NEBEN ADLER", mit liegendem Wasserzeichen, sauberer Teilstempel Friedrichshafen, farbfrisch und gut gezähnt, einwandfrei
1924, Reichsadler 20-40 Pfg. jeweils mit Walzendruck-Oberrand mit der Konfiguaration “2'9'2”, postfrisch, in tadelloser Erhaltung. Die drei Höchstwerte mit einheitlichen Oberrändern, unsigniert mit Fotoattest D. Schlegel BPP (2025)
1930, Südamerikafahrt 2 und 4 M. mit stehendem Wasserzeichen, jeweils aus der linken unteren Bogenecke, postfrisch, in tadelloser Erhaltung, unsigniert mit Fotoattest D. Schlegel BPP (1999)
1923, Rentenpfennig 5 Pfg. mti Stempel “ELBING 8.12.23” auf Postkarte an das Auswärtige Amt in Berlin mit Hinweis “Kurierabfertigung” und violettem Stempel “Durch Auswärtiges Amt Berlin Geprüft” , Empfänger ist Dr. A. Busse in Berlin. Eine ungewöhnliche Verwendung aus Dezember 1923
Rentenpfennig 20 und 100 Pfg. mit Ersttagsstempel “Charlottenburg 1.12.23” als tarifgerechte Frankatur auf Wertbrief der 2. Gewichtsstufe mit Wertangabe “124 Billionen Mark” nach Wangen mit Ankunftsstempel. Der Umschlag ist oben etwas verkürzt und die 100 Pfg.-Marke mit Knitterspuren vom Aufkleben, ansonsten in guter Erhaltung. Die 100 Pfg.-Wertstufe auf Brief vom ERSTTAG ist außerordentlich selten, ProFi hat keinen weiteren Ersttagsbrief registriert, signiert Infla Berlin und Gaedicke BPP
Rentenpfennig 20 und 50 Pfg. jeweils mit Ersttagsstempel “DARMSTADT 1.12.23” als tarifgerechte Frankatur auf Wertbrief der 2. Gewichtsstufe mit Wertangabe “100 Billionen Mark” nach Wangen mit Ankunftsstempel. Der Umschlag oben mit Öffnungsfehler und etwas verkürzt, ansonsten in guter Erhaltung. Mit der 50 Pfg.-Wertstufe sind Brief vom ERSTTAG selten, sign. Infla Berlin und Gaedicke BPP
Rentenpfennig 10 Pfg. im leicht verquetscht aufgeklebten, waagerechten Paar mit Ersttagsstempel “LINDAU 1.12.23” als tarifgerechte Mehrfachfrankatur auf Vordruckbrief der 2. Gewichtsstufe im Grenzrayon nach St. Gallen. Der Umschlag mit Beförderungsspuren und leichter diagonaler Faltung, ansonsten in guter Erhaltung. Eine nicht häufige Verwendung vom ERSTTAG
1927, Deutsche Nothilfe 8 Pfg. und 50 Pfg. mit Stempel “MÜNCHEN 13 FEB. 28” auf portogerechtem Rohrpost-Ortsbrief mit zwei Abschlägen des Rohrpost-Minuten-L1, minimale Bedarfsspuren und klein Eckbug, sonst einwandfrei
1930, IPOSTA-Block, postfrisch, in einwandfreier Erhaltung, signiert D. Schlegel BPP mit Fotoattest (2000)
1928, Nothilfe 5 Pfg. mit stehendem Wasserzeichen (Wz. 2X), Unterrandstück mit Teil-HAN “01.28”, postfrisch, in tadelloser Erhaltung. Ein sehr schönes Exemplar mit dieser seltenen Wasserzeichen-Variante, sign. Schlegel BPP mit Fotoattest (1984) und Fotoattest D. Schlegel BPP (2025)
1930, Südamerikafahrt 2 und 4 M. mit stehendem Wasserzeichen (2X), postfrisch, in tadelloser Erhaltung, unsigniert mit Fotoattest D. Schlegel BPP (2011)
1926, Nothilfe 50 Pfg. mit liegendem Wasserzeichen (Wz. 2Y), sauber gestempelt “BERLIN 28.12.26” und in tadelloser Erhaltung. Ein außergewöhnlich schönes Exemplar dieser seltenen Wasserzeichen-Variante, sign. Peschl BPP und Fotoattest D. Schlegel BPP (2025)
1931, Polarfahrt 1 M. mit Aufdruckfehler “Bindestrich nach POLAR fehlt” (Feld 41), Randstück, postfrisch, in tadellos, unsigniert mit Fotoattest D. Schlegel BPP (2012)
1930, Südamerikafahrt 2 Mark mit liegendem Wasserzeichen und Plattenfehler “Mond über Luftschiff” (Feld 49), Unterrandstück, postfrisch und in tadelloser Erhaltung. Ein sehr schönes Exemplar mit diesem dekorativen Plattenfehler, unsigniert mit Fotoattest D. Schlegel BPP (2025)
